Sennheiser Game Zero im Test

Das Sennheiser Game Zero platziert sich definitiv als Gaming Headset. Ich würde sogar sagen, es geht auch stark Richtung Shooter und ähnlichen Spielen, wo man auf Geräusche der Gegner angewiesen ist. Das merkt man an der Soundwiedergabe, wo Höhen und Mitteltöne stark hervorgehoben werden.

Angeschlossen wird das Game Zero an der Soundkarte. Entweder über getrennte 3.5 mm Klinkenstecker, Mikrofon und Headphone-Speaker oder über einen 3.5 mm Klinkenstecker, bekannt von den Smartphonekopfhörer wo alles über ein Kabel übertragen wird. Beide Kabel sind im Lieferumfang enthalten. Dazu gibt es noch eine nette Tasche für den Transport, z. B. zu LAN-Partys bei Freunden oder Veranstaltungen.

Ich habe das Game Zero auf drei Soundkarten getestet. Erst auf der Zowie Vital und der SoundBlaster Play2! (da diese gegenüber der 3er den Scout Mode hat). Auf der Zowie Vital klang das Ganze äußerst seltsam, was ich mir erst gar nicht erklären konnte. Alles war sehr dünn und ich konnte mit keiner Einstellung ein brauchbares Ergebnis erziehen. Es klang immer „außerirdisch“. Auf der SoundBlaster Play2! Klang es für mich brauchbar, aber ich habe bemerkt, dass die kleine Soundkarte nicht das Potenzial des Game Zero umsetzen kann. Das war so in etwa als würde mein sich die beste CPU und die beste Grafikkarte kaufen, aber mit einer Festplatte und nur 4 GB Ram unter Windows betreiben.

Daher habe ich mir die SoundBlaster X G6 dafür zugelegt. Mit dieser hat man einige Einstellmöglichkeiten, womit man das HeadSet dann auch für Musik und Film nutzen kann, wer fette Bässe erwartet wird aber auch hier enttäuscht, dafür ist das HeadSet einfach nicht ausgelegt. So richtig stimmig wird das Headset nie für Musik und Film, aber durchaus nutzbar. Allerdings nur wenn die Soundkarte entsprechend mitspielt. Das ist der Grund, warum die Zowie Vital absolut nicht passt, die Soundkarte von Zowie ist ebenfalls auf das Gaming zugeschnitten und beide Liefern einfach zu viele höhen und Mitteltöne. Selbst bei vollem Bass klingt es mit dem Game Zero noch viel zu dünn. Da die Zowie Vital USB-Soundkarte im deutschsprachigen Raum, aktuell, nicht mehr zu bekommen ist, ist es für die meisten sowieso kein Thema.

Mit der Kombination Sennheiser Game Zero und der SoundBlaster X G6 bin ich sehr zufrieden. Ich kann die Steps sehr gut hören, an der Stelle muss gesagt werden, ich spiele fast nur CS:GO. Für andere Spiele wäre mir der Sound ggf. sogar zu dünn, bei allen Shootern natürlich sehr hilfreich. Ich könnte mir vorstellen das diese Kombination auch bei Rainbow 6 Siege sehr gut funktioniert, allerdings ist mir das Spiel zu sehr in die Fantasie Schiene abgedriftet.

Zum Thema Passform, das Headset sitzt sehr gut und angenehm. Typisches Problem bei geschlossenen Kopfhörer ist das Schwitzen bei zunehmenden Temperaturen (Ohr-Polster sind austauschbar). Mehr kann ich dazu nicht sagen, es gibt nichts das mich stört, auch nach längerem zocken. Ich wüsste auch nicht was man daran ändern könnte, außer vielleicht eine Kühlung 😊 Die Geräuschunterdrückung von Umgebungsgeräuschen funktioniert ähnlich der Ear-in, wenn auch nicht ganz so gut. Was mich stört, ist der Lautstärkeregler am Kopfhörer. Beim ablegen drehe ich oft leiser, an sich mache ich das aber auf der USB-Soundkarte über den Regler oder über die Fn-Taste und F2 bzw. F3 (leiser, lauter) über die Zowie Celeritas II Tastatur, Ähnliches gibt es auf zahlreichen anderen Tastaturen.
Irgendwo habe ich gelesen, dass man das Kabel, wenn es auf der Kleidung streift, im Headset hört, wenn man sich bewegt. Ich muss sagen bedingt. Es stimmt, allerdings ist es mir beim Spielen nicht aufgefallen, da ich beim zocken nicht herumtanze oder mich ständig bewege. Könnte besser sein, ja, aber es hat mich zu keinem Zeitpunkt gestört, wenn es mal vorgekommen ist. Das liegt definitiv an dem etwas zu steifen Kabel, hier könnte Sennheiser etwas nachbessern.

Das Gewicht liegt bei 300 g, das ist laut anderen Tester nicht unbedingt leicht, fällt aber meiner Meinung nach nicht auf. Es drückt nicht, sitzt gut und ist somit kein Thema. Wichtiger ist vielmehr der Frequenzbereich, der von 15 – 28.000 Hz geht. Da ist definitiv alles für jeden dabei, selbst wenn jemand sehr feine Töne wahrnehmen kann. Betrieben wird das Headset mit 50 Ohm, für alle, die sich die Frage stellen, was muss ich auf meiner Soundblaster X G6 einstellen, der Schalter ist auf L zu setzen.

Fazit:

Für mich ist es ein Gaming Headset für Shooter, weniger geeignet für alltägliche Dinge. Gemacht für Gaming, so wie ein richtiges Rennrad für die Straße gemacht ist und ein Mountainbike für unebenes Gelände, so ist dieses Headset auf Gaming (Steps und Voice) abgestimmt. Ich bin sehr zufrieden damit und bin schon gespannt, wie lange es hält bzw. wann die Leistung nachlässt.

Zur Info: Das Headset und die Soundkarte habe ich selbst erworben, die Hardware wurde nicht gesponsert oder zur Verfügung gestellt. Das ist mein aktuelles Equipment und daher auch keine Werbung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code